Frauen-Sprach-Café: Ein Ort der Begegnung

Im Zeitraum von Februar bis April ging das Frauen-Sprach-Café in die zweite Runde.

Nach der erfolgreichen Pilotphase im vergangenen Jahr hat sich das Angebot erneut als lebendiger und wertvoller Ort der Begegnung, des Lernens und des gegenseitigen Stärkens gezeigt.

Über 12 Termine hinweg ist ein vertrauensvoller, offener und inspirierender Raum entstanden, der von 12 engagierten Frauen regelmäßig mit Leben gefüllt wurde. Viele kleine Momente des Ankommens, des gemeinsamen Lachens und des Mut-Findens haben diese Treffen besonders gemacht. Das Projekt wurde gemeinschaftlich getragen von der Quartiersarbeit des FWZ Caleidoskop, dem ZIFA-Jobcoaching sowie der Sozialarbeit der Unterkunft Lautlinger Weg, die ihre Räume großzügig und herzlich zur Verfügung stellte.

Das Sprach-Café richtete sich an Frauen ab Sprachniveau A2. Im Mittelpunkt stand der Wunsch, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem Sprache wachsen darf – mit Zeit, Geduld und gegenseitiger Unterstützung. Die Frauen konnten ihre bereits erworbenen Sprachkenntnisse in einer entspannten und ermutigenden Atmosphäre anwenden und festigen. Dabei wurde schnell deutlich, wie viel Stärke, Lebenserfahrung und Lernfreude jede Einzelne mitbringt. Schritt für Schritt wuchs nicht nur die sprachliche Sicherheit, sondern auch das Vertrauen in die eigene Stimme im Alltag.

Die thematische Gestaltung war eng mit dem Leben der Frauen verbunden. Neben alltäglichen Themen und saisonalen Impulsen wie „Frühlingsblumen“ ging es auch um Wege zur Ausbildung und berufliche Perspektiven – oft verbunden mit Hoffnungen, Fragen und neuen Zukunftsbildern. Ebenso fanden Themen wie Frauenrechte Raum und wurden in offener, respektvoller Atmosphäre gemeinsam betrachtet. Bereichernd waren auch die persönlichen und kulturellen Beiträge der Teilnehmerinnen: Wenn über Essen aus den Heimatländern gesprochen wurde, entstanden lebendige Gespräche, Erinnerungen und ein spürbares Gefühl von Verbundenheit. Diese Momente machten deutlich, wie viel Wärme und Vielfalt in der Gruppe steckt. Ein besonderes Highlight war zudem ein gemeinsames Rückentraining mit einer ehrenamtlichen Trainerin, das nicht nur Bewegung, sondern auch viel Freude und Leichtigkeit in die Gruppe brachte.

Besonders in Erinnerung bleiben zwei Ausflüge: der Besuch des offenen Treffs des SOS-Stadtteilzentrums im Fasanenhof, bei dem neue Kontakte entstanden und die Frauen Einblicke in weitere Unterstützungsangebote im Stadtteil gewinnen konnten, sowie der Ausflug zur Jugendfarm Birkach. Dort sorgten die Begegnungen mit Pferden, Hühnern, Hähnen und Kaninchen für strahlende Gesichter und echte Begeisterung. Beide Ausflüge haben nicht nur die Sprachpraxis gestärkt, sondern auch das Gefühl von Zugehörigkeit und Orientierung im Stadtteil vertieft.

Die positiven Erfahrungen aus der zweiten Runde zeigen eindrücklich, wie wertvoll dieser Begegnungsraum ist – als Ort des Lernens, des Miteinanders und des Wachsens. Eine Fortsetzung ist daher nicht nur gewünscht, sondern für die Teilnehmerinnen von großer Bedeutung.

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