Schüler*innen engagieren sich im fssj – Eine Zwischenbilanz

Das freiwillige soziale schuljahr (fssj) wird seit 2012 im Raum Stuttgart angeboten und richtet sich hauptsächlich an Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse jeglicher Schulformen.

Wenn sich eine Schule dafür entscheidet mit einer oder mehreren Klassen am Projekt teilzunehmen, dürfen sich die Schülerinnen und Schüler jeweils selbst um einen Praktikumsplatz kümmern, indem sie sich mit einer  Einrichtung ihrer Wahl in Verbindung setzen. Darüber hinaus  können auch einzelne Schüler*innen unabhängig von ihrer Schule teilnehmen. Das Besondere am fssj im Vergleich zum „normalen“ FSJ ist, dass die Schülerinnen und Schüler neben ihrem sozialen Engagement selbstverständlich noch den Schulalltag zu meistern haben. Deshalb besuchen die meisten die Einrichtung über einen Zeitraum von einem halben Schuljahr für ca. 2 h pro Woche. So können sie etwas Gutes für die Gesellschaft  tun und haben dabei trotzdem noch ausreichend Zeit für die täglich anstehenden Aufgaben im und außerhalb des Unterrichts.

Für eine 7. Klasse der Bertha-von-Suttner-Gemeinschaftsschule geht das Projekt im Februar 2020 bereits zu Ende. Die Klasse hat im letzten halben Jahr am Projekt teilgenommen und sich insgesamt über 600 Stunden  in Kitas, Grundschulen oder Altenheimen engagiert.

Um einen Eindruck davon zu bekommen, wie die Schülerinnen und Schüler auf ihre Zeit in der jeweiligen Einrichtung zurückblicken, haben wir uns am letzten Freitag vor den Faschingsferien für eine Reflexionsrunde mit der Klasse getroffen. Sie berichteten davon, wie sie zu Anfang ein wenig nervös waren, was sich jedoch, unter anderem durch eine gute Zusammenarbeit mit Mitarbeiter*innen der Einrichtungen und einen herzlichen Empfang, schnell gelegt hat. Sie konnten sich an verschiedenen Stellen einbringen und alltägliche Aufgaben übernehmen. Je nach Einrichtung haben sie den Kindern beim Anziehen geholfen, mit ihnen gespielt, Sandburgen gebaut,  bei den Hausaufgaben geholfen, den älteren Menschen beim Gehen geholfen oder andere in ihren Rollstühlen von A nach B geschoben. Die Schülerinnen und Schüler konnten während ihres fssj einige Erfahrungen sammeln und sich persönlich weiterentwickeln.  Auf die Frage, was im fssj neu für sie war, antwortete eine Schülerin, sie habe gelernt „Verantwortung über eine große Gruppe von kleinen Kindern zu haben“. Einige der Schülerinnen und Schüler haben sich bereits dafür entschieden, ihr fssj zu verlängern und die Einrichtung auch im zweiten Halbjahr der 7. Klasse zu besuchen. Wir wünschen ihnen weiterhin viel Spaß und danken der Klasse für ihren Einsatz.